Kulturempfehlung

Blumen und der Mensch blüht auf!!! Ein Werbespruch, der ganz sicher auch für die Cyclamen mit ihren vielen Farben und ihrer Blütenpacht gilt und dadurch einen besonderen Blickfang für Innen und Außen darstellt. Lassen Sie uns durch gezielte Werbung, floristische Gestaltungen und herbstliche Beispielspflanzungen in geschützten Beeten, Balkonkästen oder dekorierten Schalen die Cyclamen dem Endverbraucher wieder näher bringen und auch jungen Menschen ins Bewußtsein rufen!
Es ist an der Zeit, das Image dieser edlen Blütenpflanzen wieder aufzupolieren und für einen höheren Preis den Unterschied zu der Kettenware zu suchen. Qualität steht hierbei an oberster Stelle und dafür ist es wichtig, für den jeweiligen Betrieb und Anbauzeitpunkt die richtige Sortenauswahl bei der Vielzahl der Sorten verschiedener Züchter zu treffen. Wir helfen Ihnen gerne dabei. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und nutzen Sie vorhandenes Bildmaterial für Anregungen, Beispiele und Werbemaßnahmen.

Die erfolgreiche Kultur beginnt mit der Auswahl der Sorten und der Wahl des Substrates. Bei der Wahl des Substrates ist es wichtig zu berücksichtigen, ob auf Ebbe-Flut, Rinnen oder Anstaumatten kultiviert wird. Grundsätzlich lassen sich in vielen verschiedenen Substraten gute Qualitäten produzieren. Wichtig ist ein strukturstabieles Substrat mit vielen Grobanteilen und einem hohen Porenvolumen für eine ausreichende Sauerstoffversorgung; einem hohen Lehmanteil von 15-20%, der die Pufferkapazität erhöht und einer Grunddüngung mit 1-1,5 kg Vorratsdünger für die ersten Wochen nach dem Topfen.
Für die weitere Ernährung empfiehlt sich eine gezielte Flüssigdüngung, die auf eine Wasser und Bodenanalyse abgestimmt ist. Folgende Richtlinien sind anzustreben: pH 5,8 – 6,2 -- N = 75 – 150 mg/l -- P2O5 = 100 – 200 mg/l -- K2O = 150 – 300 mg/l -- Mg = 100 mg/l + Spurenelemente und einem Gesamtsalzgehalt von maximal 1,5 g/l Substrat. Während der vegetativen Phase empfiehlt sich eine ausgeglichene Düngung von 2:1:2 NPK + Mg + Spurenelemente. Zur Umstimmung auf die generative Phase ein Verhältnis von 1 : 1,5 : 3 NPK + Mg + Spurenelemente. Positiv zu bewerten ist ein mehrmaliges leichtes Düngen anstelle von seltenen kräftigen Gaben. Eine wöchentliche Gesamtdüngung von 0,15 – 0,2 % ist anzustreben.

Schon beim Topfen beginnt die erste Botrytis-Prophylaxe. Bewährt hat sich ein relativ hohes Topfen, so daß die ausgewachsene Knolle 1/3 über dem Substrat steht. Dadurch vermeiden Sie den direkten Kontakt der Blatt- und Blütenstiele mit dem Substrat. Gießen in den Morgenstunden ist ebenso empfehlenswert, wie auch die oberen 2-3 cm Substrat im Topf trocken zu halten, um den Befallsdruck zu mindern. Versuchen Sie in den Wintermonaten die relative Luftfeuchtigkeit auf ca. 80 – 85 % zu regeln. Im Sommer ist es vorteilhaft, ein gewisses Kleinklima und eine kühle Kulturführung anzustreben, wodurch sich die Kulturzeit bei gleichzeitigem hellen kultivieren verkürzt.
Um das Risiko von Krankheiten zu verringern, achten Sie strikt auf Hygiene und vermeiden Sie Stressituationen für die Pflanzen – sei es Trockenstress, Staunässe, zu hoheN-Gaben, zu starke Sonneneinstrahlung und extreme Temperaturschwankungen.Containerpflanzen im 17 oder 19 cm Topf werden mit 8 – 10 Pflanzen pro netto m²Großblumige im 12 oder 13 cm Topf mit 14 – 17 Pflanzen pro netto m² Midi im 11 oder 12 cm Topf mit 17 – 20 Pflanzen pro netto m² und Mini im 9 oder 10 cm Topf mit 24 – 30 Pflanzen pro netto m² kalkuliert. Hierbei ist in jedem Fall die gewünschte Größe zu berücksichtigen.