Pflanzenschutz

Hier möchten wir Ihnen einige Tips und Beispielbilder für den Pflanzenschutz geben. Vergrößern Sie die Miniaturansichten (rechts) durch ein “Klick” auf das jeweilige Bild.

Um Botrytis vorzubeugen, hell und reichlich gelüftet kultivieren. Ventilatoren zur besseren Luftumwälzung und eine leicht vorrangig geschaltete Oberheizung wirken sich positiv aus  zur Regulierung der relativen Luftfeuchte (eine zu hohe Oberheizungstemperatur verursacht jedoch längere Blütenstiele). Bei der Rinnenkultur ohne Flies oder Ebbe-Flut ist eine vorrangige Untertischheizung empfehlenswert. Vorbeugend 2 – 3 mal mit im Handel erhältlichen Pflanzenschutzmitteln gegen Botrytis spritzen.

Brennfleckenkrankheit – Cryptocline oder Gloeosporium

Die Blatt- und Blütenknospen sind kurz über der Knolle eingetrocknet und die Pflanze stoppt im Wachstum. Um dieser Krankheit vorzubeugen empfiehlt sich eine rechtzeitige Behandlung mit Euparen M ab der 2. Woche nach dem Eintopfen. Nicht überdosieren (Euparen M 1g/l und Euparen bis zu 2,5g/l), da sonst Wachstumsstörungen auftreten können. Mit der Euparen- Behandlung unbedingt stoppen, wenn die Blütenstiele etwa 3 – 5 cm (von der Knolle an) groß sind, da sonst Verbrennungen an den Blüten auftreten können.

Knollen-Naßfäule – Erwinia

Die Knolle ist aufgeweicht, gleicht einem weißlichen Brei und hat einen unangenehmen Geruch. Staunässe, zu feuchte Kulturführung und Temperaturschwankungen vermeiden. Übermäßige N-Düngung sowie ein zu niedriger pH-Wert wirken fördernd auf den Befall. Auf eine ausgewogene Düngung achten.

Cyclamenwelke – Fusarium Oxisporum

Um Cyclamenwelke zu vermeiden, ist auf absolute Hygiene und optimale Kulturführung zu achten. Befallene Pflanzen sind sofort aus dem Bestand zu entfernen. Unbedingt nur neue Töpfe verwenden. Auch hier beugt ein höherer pH-Wert (um 6) einem stärkeren Befall vor. Wichtig ist es auch, extreme Stresssituationen zu vermeiden.

Tomatenbronzeflecken Virus

Dieser Virus kann durch Berührung beim Rücken sowie durch den Kalifornischen Thrips  weiterverbreitet werden. Hierin besteht die besondere Gefahr dieses Virus. Er hat mehrere Hundert verschiedene Wirtspflanzen von Wildkräutern bis zu vielen verschiedenen Zierpflanzen, die ebenfalls von dem Thrips befallen werden. Treten also Symptome des Virus auf, so hilft nur eine schnelle Beseitigung der befallenen Pflanzen. Mit Blautafeln lässt sich ein Thripsbefall frühzeitig erkennen. Diesen gilt es dann konsequent zu bekämpfen mit 5 – 7 Behandlungen im 3 Tages-Rhythmus mit wechselnden Wirkstoffen.

Tierische Schädlinge

Weichhautmilben, Thrips, Trauermücken, Blattläuse, Spinnmilben, Dickmaulrüßler und Raupen können an Cyclamen auftreten. Es ist schwierig, geeignete Mittel zu empfehlen, da die Zulassung der Pflanzenschutzmittel häufig geändert wird. Es empfiehlt sich, auf zugelassene geeignete Mittel zur Zeit der Bekämpfung zurückzugreifen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Gelingen Ihrer Cyclamenkultur, denn nur dadurch wird die Cyclame als Topfpflanze wieder an Beliebtheit und Marktanteil zurückgewinnen. Weitere Infos gibts auch unter www.pflanzenschutzdienst.de

Botrytis

Botrytis

Cryptocline

Cryptocline

Erwinia

Erwinia

Fusarium

Fusarium

Fusarium

Tospoviren

Tospoviren

Tospoviren

Thripsbefall

Thripsbefall

Blattlaus

Dickmaulrüßler

Dickmaulrüßler- fraß

Raupenfrass

Raupenfrass

Bildmaterial -(c) 2003 by Rainer Wilke. Die Kopie der Pflanzenschutz-Bilder oder deren gewerbliche Veröffentlichung bzw. Nutzung ist ohne Genehmigung strengstens untersagt. Wir bitten um Ihr Verständnis.